Das Stadtilmer Gregoriusfest - Ein Fest für die Kinder

Ursprünglich war das Gregoriusfest ein in Europa weit verbreitetes Kinder- und Kirchenfest, aber auch die Umwandlung eines heidnischen Festes wird nicht ausgeschlossen. Der Überlieferung nach soll es bereits erstmals im neunten Jahrhundert unter diesem Namen zu Ehren Papst Gregor des Großen (Papst Gregor der I, gest. 604) gefeiert worden sein. Als Stifter gilt Papst Gregor IV., der 830 anlässlich der Umbettung der Gebeine von Papst Gregor I. eine Kinderprozession anordnete. In der Blütezeit wurde es als Fest zum Schuljahresanfang und zur Schuleinführung begangen. Im Laufe der Zeit unterlag es mehrfachen Veränderungen. Auch gebietsweise enwickelte es sich unterschiedlich. Zu weit verbreiteten Gebräuchen zählten: Festumzug, Gregoriussingen, Gottesdienst, Gregoriusspende, ausgelassenes Treiben und Rummel zur Volksbelustigung. Im 19. Jahrhundert ging die Bedeutungs des Gregoriusfestes stark zurück und wurde in vielen Orten abgeschafft. Bis 1965 feierte man es in Stadtilm noch unter diesem Namen und gab es dann zugunsten des "Internationalen Kindertages" auf, bis es wieder neu belebt wurde. Das Gregoriusfest findet alljährlich am ersten Juniwochenende statt. Organisiert wird das Fest - unter Mitwirkung vieler Stadtilmer Vereinen, Sponsoren der Schulen und Kindergärten - durch den Verein zur Förderung und Pflege des Gregoriusfestes e.V. Stadtilm. Quelle: Website der Stadt Stadtilm